Forschung & Studien von Andrea Witkovsky

Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Folgenden auf eine durchgängige Unterscheidung zwischen der männlichen und der weiblichen Form verzichtet.

Studie: Selbstwirksamkeits-Erwartung bei Bulimia nervosa (2003)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Konstrukt der „Erwarteten Selbstwirksamkeit“ bei Bulimia nervosa und soll aufzeigen, dass bulimisches Verhalten und dessen Behandlung MEHR ist, als die Therapie einer Essstörung.

Im Rahmen verschiedener Studien konnten Zusammenhänge zwischen der Höhe der generalisierten (GSE) bzw. der spezifischen Selbstwirksamkeitserwartung (SSE) und der Veränderung bestimmter Verhaltensweisen im klinischen bzw. gesundheitspsychologischen Bereich nachgewiesen werden. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Zusammenhängen der GSE bzw. der SSE und bulimischem Verhalten und geht der Frage nach, inwieweit diese Parameter durch eine stationäre Behandlung an einer Fachklinik für integrierte Psychosomatik und Ganzheitsmedizin (Deutschland) beeinflussbar sind. Einer Stichprobe von 25 Bulimiepatientinnen wurde am Beginn und am Ende des Klinikaufenthalts der GKE (Fragebogen zur Generalisierten Kompetenzerwartung) von Schwarzer (1994) und der SFB (Selbstwirksamkeitsfragebogen zur Bulimie) von Wilson (1994) vorgelegt und gleichzeitig wurde die Anzahl ihrer Ess-Brech-Anfälle(E-B-A) ermittelt.

Drei Hauptergebnisse lassen sich zusammenfassen: Es konnte gezeigt werden, dass sich (1) sowohl die Höhe der Selbstwirksamkeitserwartungswerte als auch die Anzahl der Ess-Brech-Anfälle vor und nach der Therapie signifikant in Richtung Gesundheit verändert haben, (2) für die SSE hat sich der Zusammenhang mit den E-BA von einem deutlichen Trend zu einem signifikanten Zusammenhang verändert; für die GSE konnte ein tendenzieller Zusammenhang nur nach der Therapie festgestellt werden, (3) kein Zusammenhang zwischen GSE und SSE vor der Therapie veränderte sich zu einem hochsignifikanten Zusammenhang. Diskutiert wird die Frage nach einem kausalen Zusammenhang der GSE bzw. SSE und (bulimie-)spezifischen Verhaltensweisen und den Konsequenzen für Therapieforschung und –praxis.

Studie: Die Bedeutung der Partnerschaft bei Posttraumatischer Belastungsstörung (2011)

In meiner Tätigkeit als Psychotherapeutin und Paartherapeutin erlebe ich immer wieder, wie sehr eine psychische Erkrankung nicht nur den Betroffenen selbst, sondern auch den Partner schwer belastet. Die hier vorliegende Arbeit setzt sich mit partnerschaftlichem Problembewältigungsverhalten  nach einer erlebten Traumatisierung auseinander und soll neue Perspektiven und Interventionsmöglichkeiten für die psychotherapeutische Behandlung von Menschen, die an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden, und deren PartnerIn, entwickeln helfen.