Lehre

an der Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (Masterlehrgang „Gesundheitsförderung und Prävention“) zum Thema:

Persönlichkeitsstile und Persönlichkeitsstörungen

Die Übergänge vom Persönlichkeitsstil zur Persönlichkeitsstörung sind fließend. Jede/er von uns hat ihren/seinen individuellen Persönlichkeitsstil, wobei es sich meist um Mischformen handelt. Erst die die Ausprägung bestimmter Grundüberzeugungen sowie Denk- und Verhaltensmuster macht die „Störung“, unter dem Motto „die Dosis macht das Gift“!

All dies wird insbesondere auf der Beziehungsebene deutlich, was die Bezeichnung Beziehungsstörung anstatt Persönlichkeitsstörung als wesentlich sinnvoller erscheinen lässt!! Nicht die gesamte Persönlichkeit eines Menschen ist „gestört“ sondern seine Beziehungsgestaltung ist „beeinträchtigt“!

Je ausgeprägter der Persönlichkeitsstil einer Person ist und je wichtiger diese Person für uns ist, desto schwieriger wird es für uns im nahen Umgang mit diesen Menschen, umso heftiger fallen unsere Reaktionen und Gefühle von Ohnmacht, Ärger und Hilflosigkeit aus. Das betrifft sowohl die Beziehung zu unserem Partner, der Mutter, dem Vater dgl. als auch die Beziehungen zu unseren Kolleginnen, Kollegen oder Vorgesetzten.