Forschung & Studien von Andrea Witkovsky

Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Folgenden auf eine durchgängige Unterscheidung zwischen der männlichen und der weiblichen Form verzichtet.

Studie: Selbstwirksamkeits-Erwartung bei Bulimia nervosa (2003)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Konstrukt der „Erwarteten Selbstwirksamkeit“ bei Bulimia nervosa und soll aufzeigen, dass bulimisches Verhalten und dessen Behandlung MEHR ist, als die Therapie einer Essstörung.

Studie: Die Bedeutung der Partnerschaft bei Posttraumatischer Belastungsstörung (2011)

In meiner Tätigkeit als Psychotherapeutin und Paartherapeutin erlebe ich immer wieder, wie sehr eine psychische Erkrankung nicht nur den Betroffenen selbst, sondern auch den Partner schwer belastet. Die hier vorliegende Arbeit setzt sich mit partnerschaftlichem Problembewältigungsverhalten  nach einer erlebten Traumatisierung auseinander und soll neue Perspektiven und Interventionsmöglichkeiten für die psychotherapeutische Behandlung von Menschen, die an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden, und deren PartnerIn, entwickeln helfen.

Die Posttraumatische Belastungsstörung ist eine verzögerte Reaktion auf eine Trauma-Situation, d. h. sie tritt nicht sofort nach dem Ereignis auf und ist durch folgende Symptome gekennzeichnet:

  1. Konfrontation mit einem traumatischen Ereignis, also einem Ereignis von außergewöhnlicher Bedrohung oder mit katastrophalem Ausmaß, das bei nahezu jedem und jeder  tiefgreifende Verzweiflung auslösen würde.
  2. Anhaltende Erinnerungen oder Wiedererleben der Belastung durch aufdringliche, sehr lebendige Erinnerungen (Handeln oder Fühlen, als ob das Ereignis wiederkehrt) und / oder sich wiederholende Träume, oft ausgelöst durch Situationen, die der Trauma-Situation ähneln oder mit ihr in Zusammenhang stehen.
  3. Anhaltendes Vermeidungsverhalten, d. h. Umstände, die der Trauma-Situation ähneln oder mit ihr in Zusammenhang stehen, werden tatsächlich oder möglichst vermieden.
  4. Erinnerungslücken an das Trauma und /oder anhaltende Symptome einer erhöhten psychischen Erregung mit Merkmalen, wie Ein- und Durchschlafstörungen, erhöhte Reizbarkeit, Neigung zu Wutausbrüchen, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte Schreckhaftigkeit.

 

Für alle diese Symptome gilt, dass diese vor dem Trauma NICHT vorhanden waren!

(Zusammenfassung v. Dr. Andrea Witkovsky, in Anlehnung an H. Dillinger und H. J. Freyberger)